Die jemenitische proiranische Huthi-Miliz hat heute offenbar den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen und Dutzende Menschen verletzt.
Mindestens fünf Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden mussten, wie ein Krankenhausvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Einige Menschen seien mit Rettungshubschraubern ins Spital gebracht worden.
Die Huthi-Miliz hatte nach Angaben aus diplomatischen Kreisen am Nachmittag gegen 15.00 Uhr (Ortszeit) eine Rakete auf den Flughafen abgefeuert. Augenzeugen berichteten von einer Explosion.
Drei Augenzeugen berichteten der AFP, der Flughafen sei geräumt worden. Der Flugverkehr nach Riad ist laut der Internetseite Flightradar24 umgeleitet oder gestrichen worden.
Im Kampf gegen die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition nach eigenen Angaben mehr als hundert militärische Ziele zerstört.
Die „umfassende Militäroperation“ richte sich „gegen Kämpfer und Ressourcen der terroristischen Huthi-Miliz“, erklärte ein Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, heute im Onlinedienst X. Es seien 136 militärische Ziele in von der Huthi-Miliz kontrollierten Gebieten zerstört worden.
Der Huthi-Fernsehsender al-Masirah berichtete, saudi-arabische Raketen hätten Gebiete im nordwestlichen Bezirk Saada angegriffen. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis. Nach Beginn des Iran-Krieges vor sieben Monaten war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert.
Huthis kontrollieren weite Teile des Jemen
Die Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Zudem griffen die Huthis verstärkt mit Drohnen und Raketen Verkehrsknotenpunkte, Ölanlagen und andere zivile Ziele in Saudi-Arabien an, dem größten Rohölexporteur der Welt.
Das ostafrikanische Land Eritrea hat die Vereinten Nationen heute zu einem Vorgehen gegen sein Nachbarland Äthiopien aufgerufen. Äthiopien habe Eritrea den Krieg erklärt, heißt es in einem Brief von Außenminister Osman Saleh an den UNO-Sicherheitsrat.
Das mächtigste UNO-Gremien solle die Kriegserklärung „kraftvoll verurteilen (…) und die entsprechenden Abschreckungsmaßnahmen im Einklang mit Kapitel VII der UNO-Charta ergreifen“.
Die UNO-Charta ermächtigt den Sicherheitsrat zu umfangreichen Maßnahmen gegen Staaten, die den Weltfrieden bedrohen, von Wirtschaftssanktionen bis zu militärischer Gewalt. In den meisten größeren Konflikten kommt es aber nicht dazu, weil ständige Sicherheitsratsmitglieder das mit ihrem Vetorecht verhindern, um sich selbst oder Verbündete zu schützen.
Diplomatische Beziehungen abgebrochen
Eritrea und Äthiopien haben erst in der Vorwoche ihre diplomatischen Beziehungen im Konflikt um die Region Tigray abgebrochen. Die Regierung in Addis Abeba wirft dem kleineren Nachbarland die Unterstützung der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) vor, die in der gleichnamigen äthiopischen Provinz operiert.
Hintergrund des aktuellen Konflikts sind die Bemühungen Äthiopiens einen direkten Zugang zum Roten Meer zu bekommen, nachdem es diesen durch die Unabhängigkeit Eritreas verloren hatte.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verschiebt die für Ende November geplante Parlamentswahl in den Palästinensergebieten auf September 2027.
Auch die seit mehr als zwei Jahrzehnten überfällige Präsidentenwahl solle am 11. September kommenden Jahres stattfinden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA heute unter Berufung auf ein von Abbas unterzeichnetes Dekret. Als Grund werden Einschränkungen durch Israel genannt, das die Palästinensergebiete militärisch besetzt hält.
Konkret werden der Ausbau jüdischer Siedlungen, Angriffe bewaffneter Siedler sowie fehlende Bewegungsfreiheit angehört. Für den Gazastreifen führt die palästinensische Führung zudem die prekäre Sicherheitslage und die ausstehende Stationierung internationaler Schutzkräfte an.
Hamas gewann letzte Parlamentswahl
Ursprünglich sollten die Palästinenser nach mehr als 20 Jahren am 28. November erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder ein Parlament wählen.
Bei der letzten Wahl am 25. Jänner 2006 gewann die islamistische Terrororganisation Hamas eine Mehrheit von 74 der 132 Stimmen im Palästinensischen Legislativrat. Ein Jahr später übernahm sie nach Kämpfen mit der rivalisierenden Fatah von Abbas die alleinige Kontrolle über den Gazastreifen.
Bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben von Gesundheitsbehörden an Ort und Stelle mindestens fünf Menschen getötet worden.
Vier seien in der Nähe eines Einkaufszentrums in Gaza-Stadt ums Leben gekommen, teilten Mediziner mit. Eine Person sei bei einer Attacke südlich der Stadt getötet worden. Das israelische Militär erklärte, die Angriffe hätten militanten Kämpfern gegolten. Einzelheiten nannte die Armee nicht.
Israelische Armee verstärkte Angriffe
In den vergangenen Wochen hat Israel seine Angriffe auf die Terrororganisation Hamas verstärkt. Das Land wirft der Hamas vor, sich wieder zu bewaffnen und unter Verletzung der Waffenruhe Angriffe zu verüben. Die Hamas weist das zurück und beschuldigt ihrerseits Israel, die unter US-Vermittlung vereinbarte Feuerpause zu untergraben.
In New York sind erneut Hunderte Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen den jüngsten Schusswaffeneinsatz von Mitarbeitern der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE zu protestieren.
Die Demonstrierenden trugen gestern Abend Schilder mit Slogans wie „Kein ICE“ und „Kein Hass, keine Angst, Migranten sind hier willkommen“. Am Donnerstag hatten ICE-Einsatzkräfte einen Mann in seinem Auto angeschossen, in dem sich auch ein fünfjähriges Kind befand.
Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums wollten die ICE-Mitarbeiter einen Mann aus der Dominikanischen Republik festnehmen, der unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, Raubes, Drogenbesitzes und Waffenbesitzes vorbestraft sei.
Mamdani fordert Abzug aus New York
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani verurteilte den Vorfall und forderte einen Abzug der ICE-Mitarbeiter aus der Stadt. Schon am Donnerstag hatte es Proteste gegen die Behörde gegeben.
US-Präsident Donald Trump hat sich ein hartes Vorgehen gegen Einwanderer auf die Fahnen geschrieben und Tausende Migranten inhaftieren lassen. ICE war in diesem Jahr bereits in mehrere Schusswaffenvorfälle verwickelt.
Die Schweiz verlangt von Italien die Erstattung von rund 1,6 Millionen Euro für die medizinische Erstversorgung italienischer Jugendlicher, die bei dem Brand in Crans-Montana zum Jahreswechsel verletzt worden waren.
Die offenen Rechnungen belaufen sich auf insgesamt 1,5 Millionen Schweizer Franken (rund 1,6 Millionen Euro), wie der Schweizer Rundfunk RTS berichtete. Der Streit über die Kostenübernahme ist offenbar weiterhin ungelöst und belastet die Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Bei dem Brand waren sechs italienische Minderjährige ums Leben gekommen, 16 Italienerinnen und Italiener wurden verletzt. Eine Entscheidung zu den Kosten der Behandlungen wird von der Schweizer Bundesregierung erwartet.
Parmelin sicherte Meloni Klärung zu
Diese steht allerdings vor einem personellen Umbruch, nachdem Präsident Guy Parmelin in der vergangenen Woche überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte. Parmelin hatte der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei einem Treffen am 4. Mai zugesichert, die Angelegenheit auf bilateraler Ebene zu behandeln.
Nach wochenlangem Streit über die geplante Parade des protestantischen Oranier-Ordens in der nordirischen Stadt Portadown hat der britische Nordirland-Minister den Marsch untersagt.
Die Route durch die mehrheitlich von Katholiken bewohnte Garvaghy Road war erstmals seit knapp drei Jahrzehnten von einer Kommission wieder genehmigt worden. Das hatte jedoch zu Protesten von Anrainerinnen und Anrainern, Aktivistinnen und Aktivisten, sowie Politikerinnen und Politikern geführt, die den Marsch durch Gegendemonstrationen bisher verhinderten.
Oranier-Orden will Entscheidung anfechten
Die Suche nach einem Kompromiss war zuvor gescheitert. „Wir haben darüber gesprochen, um eine Lösung zu finden, aber leider waren wir nicht in der Lage dazu“, sagte Nordirland-Minister Chris Bryant heute der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.
Nordirlands Regierungschefin Michelle O’Neill von der katholisch-republikanischen Partei Sinn Fein zeigte sich erleichtert über die Entscheidung. Der Oranier-Orden kündigte an, die Entscheidung vor Gericht anzufechten.
Märsche führten immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen
Der Oranier-Orden ist eine protestantische Organisation, die nach dem niederländischen Adligen und britischen König Wilhelm von Oranien benannt ist. Dieser errang in der Auseinandersetzung mit seinem Schwiegervater und Vorgänger, dem abgesetzten katholischen König Jakob II., bei der Schlacht am Boyne 1690 einen entscheidenden Sieg, der die Unterwerfung Irlands und die jahrhundertelange Vorherrschaft der Protestanten besiegelte.
Mit ihren Paraden wollen die Oranier an diesen Sieg erinnern. Sie werden daher von katholischer Seite als Demütigung und Symbol der Unterdrückung wahrgenommen, insbesondere wenn die Züge durch mehrheitlich katholische Wohngegenden führen. In der Vergangenheit kam es im Streit über die Märsche immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen.
Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine laut Behördenangaben mindestens 20 Menschen getötet worden.
Russland habe fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute in sozialen Netzwerken.
Unter den Toten seien drei Minderjährige, 16 Menschen seien verletzt. Die Angriffe erfolgten, während in den USA neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, Kiews und Europas über ein Ende des Ukraine-Krieges laufen. Insgesamt seien in der Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden.
Probleme mit Stromversorgung in Kiew
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es nach russischen Angriffen zur Problemen mit der Strom- und zeitweise auch mit der Wasserversorgung. Laut Bürgermeister Witali Klitschko wurden bei dem Angriff mit Drohnen und ballistischen Raketen sechs Personen verletzt.
Behörden: Vier Tote bei Angriffen in Luhansk
Behördenvertreter in der von Russland kontrollierten ostukrainischen Region Luhansk meldeten unterdessen Opfer nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Vier Menschen seien getötet worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Region, Leonid Passetschnik, mit.
Auch in der russischen Region Rostow gab es ukrainische Angriffe. Auf der NASA-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet.
Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb auf Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demzufolge ärztliche Hilfe.
Moskau: Über 500 Drohnen abgewehrt
In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden. Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Halbinsel Krim abgewehrt zu haben.
Witkoff: „Konstruktive“ Gespräche
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete unterdessen die Gespräche in den USA mit den ukrainischen Unterhändlern über eine Beendigung des Ukraine-Krieges als „konstruktiv“.
Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um „kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter“ in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff. Auch Sicherheitsgarantien und „langfristige Vorkehrungen für die Sicherheit der Ukraine und Europas“ seien Thema gewesen.
Aus Kiew hieß es, die ukrainische Delegation sei aus den USA abgereist. An den Gesprächen hatten auch Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der EU und der NATO teilgenommen.
NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger hat bei der heutigen Mitgliederversammlung der Partei ihre Regierungsarbeit verteidigt und beworben.
Man habe beinahe alle Vorhaben in der Regierung durchgesetzt, sagte sie bei ihrer Rede im Design Center Linz. Dass man als kleinster Koalitionspartner von ÖVP und SPÖ nicht alles befürworte, machte sie anhand der Paketsteuer deutlich. Dieser „Murks“ gehöre noch einmal überdacht. Auch für eine EU-Armee sprach sie sich aus.
NEOS will Paketsteuer wieder abschaffen
Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, Chancenbonus für Schulen, Senkung der Lohnnebenkosten und Budgetsanierung („Ja, machen wir!“) – mit einer Liste von Errungenschaften sah Meinl-Reisinger den Platz ihrer Partei in der Regierung durchwegs gerechtfertigt und wichtig. NEOS stehe weder für blinden Optimismus noch für Pessimismus. Man sei „Possibilisten“, also „Möglichmacher“.
Dass sie nicht alles goutiere, was die Dreierkoalition ermöglichen will, machte sie anhand einer unpopulären Maßnahme deutlich: „Die Paketsteuer ist ein Murks, und auch das müssen wir ehrlich sagen.“
Bereits zuvor hatte die Außenministerin in Richtung Koalitionspartner gemeint: „Ich rege es an, dass wir da noch einmal in uns gehen.“ Auch auf anderen Ebenen habe man zu kämpfen. „Teilweise gehe ich mit einer Machete durch diesen Dschungel und schlage irgendwelche Pflanzen zur Seite“, so Meinl-Reisinger.
Appell für EU-Armee
Tempo machen will Meinl-Reisinger auch bei einer Pensionsreform, etwa durch die schrittweise Anhebung des Pensionsalters auf 67 Jahre. Aber auch in ihrer Funktion als Außenministerin, vor allem in der Sicherheitspolitik, denn „Neutralität schützt nicht“.
Angesichts der angespannten internationalen Lage sei eine EU-Armee unerlässlich. „Europa muss sich auf sich selbst verlassen können, sonst ist es verlassen“, warnte Meinl-Reisinger. Die FPÖ hingegen nehme unter dem Deckmantel der Neutralität Partei für den Kreml.
KI-generiertes Lied zu Auftritt
Rund 300 Mitglieder der kleinsten Regierungspartei waren zu der Versammlung ins Design Center Linz gekommen, an die 100 verfolgten laut Angaben der Partei den Livestream online. Die Bühne betreten hatte Meinl-Reisinger zu einem generierten Lied, für das sie sich auch höflich bedankte: „Danke auch für den KI-Song, er ist großartig!“
Eine Wahl des Vorsitzes stand bei der Versammlung nicht an. Der Parteivorsitz der NEOS wird statutenmäßig alle drei Jahre gewählt, und eine Wahl steht somit erst im kommenden Jahr wieder an. Meinl-Reisinger war zuletzt im Juli 2024 mit 91 Prozent als Parteichefin bestätigt worden.
Nach seinem Auftreffen auf die US-Südküste hat sich Hurrikan „Isaias“ rasch abgeschwächt und wird von den Behörden nur noch als posttropischer Wirbelsturm eingestuft.
Auf seinem Weg über Alabama und Tennessee bis nach Ohio werde der Sturm weiter an Stärke verlieren, teilte das US-Hurrikanzentrum NHC heute mit. „Isaias“ hatte zuvor in Florida heftige Regenfälle und Stromausfälle mit sich gebracht.
Zuvor Windgeschwindigkeiten bis 165 km/h
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h hatte „Isaias“ zuvor laut NHC die zweite Stufe der fünfstufigen Saffir-Simpson-Hurrikanskala erreicht. Neben Florida hatten auch Alabama und mehrere andere US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko den Notstand ausgerufen.
In Pensacola deckte der heftige Wind Dächer ab und riss Äste von Bäumen ab, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP von dort berichtete.
Zwei Flughäfen im Nordwesten Floridas setzten ihren Betrieb aus. Laut der Website Poweroutage.us waren wegen des Hurrikans mehr als 300.000 Haushalte in Florida und mehr als 200.000 Haushalte in Alabama ohne Strom. Wegen „Isaias“ wurde auch die Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko größtenteils unterbrochen.
Hurrikansaison besonders spät
„Isaias“ ist der erste Hurrikan der diesjährigen Saison im Atlantik, die wegen des Klimaphänomens „El Nino“ außergewöhnlich spät beginnt. Im Pazifik gab es schon mehrere Hurrikans, darunter „Polo“, der Ende September als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf die Küste Mexikos traf.
Nach zwei Messerattacken in Schulen hat die Polizei in Polen 76 Personen festgenommen. Landesweit seien rund 50.000 Schulen kontrolliert worden, teilte die Polizei heute auf der Plattform X mit.
„Es wurden 231 Vorfälle registriert, bei denen Polizeibeamte Aktionen im Zusammenhang mit dem begründeten Verdacht auf eine Straftat ausgeführt haben.“ Es gab zunächst keine Informationen, um wen es sich bei den Festgenommenen handelt.
Hausmeisterin getötet
Am Donnerstag war beim Messerangriff eines 15-Jährigen in einer Schule in Leszczydol-Nowiny etwa 70 Kilometer nordöstlich von Warschau die 37-jährige Hausmeisterin getötet worden, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Am Mittwoch hatte ein 19-Jähriger an einer Berufsschule in Ostroleka knapp 100 Kilometer nördlich von Warschau neun Menschen mit einem Messer verletzt, davon zwei schwer.
Regierungschef Donald Tusk hatte am Donnerstag regelmäßige Polizeikontrollen in allen Schulen des Landes angeordnet. Tusk sagte, der 15-jährige Angreifer habe einen Helm mit Kamera getragen, um seine Tat zu filmen.
Erneuter Angriff
In einer Schule für Erwachsene in Warschau ereignete sich unterdessen heute ein weiterer Messerangriff. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Eine 21 Jahre alte Schülerin stach laut Polizei im Sekretariat der Schule auf zwei 17-Jährige und eine 24-Jährige ein, die dort gerade Dokumente abgeben wollten.
Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat in Panama schwere Schäden verursacht. Staatschef Jose Raul Mulino sprach gestern (Ortszeit) von einer „großen Katastrophe“, durch die ganze Straßenzüge eingestürzt seien. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.
Das Beben hatte sich in geringer Tiefe in der zentralen Provinz Herrera ereignet und auch die Menschen in der rund 200 Kilometer entfernten Hauptstadt Panama-Stadt in Panik versetzt.
„Die Katastrophe, mit der wir uns konfrontiert sehen, ist groß“, sagte Präsident Mulino vor Journalisten. Nach dem Beben der Stärke 7,7 gebe es Straßen, die „komplett eingestürzt“ seien. Der Staatschef reiste nach Penonome in der zentralen Provinz Cocle, um den Katastropheneinsatz zu koordinieren. Im Onlinedienst X rief Mulino die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. „Was passiert ist, sollte nicht genutzt werden, um Alarm und Chaos auszulösen“, schrieb er.
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) hatte sich das Beben um 12.56 Uhr Ortszeit (19.56 Uhr MESZ) zehn Kilometer von der Kleinstadt Pitaloza Arriba entfernt ereignet. Diese liegt in der Provinz Herrera im südlichen Zentrum des Landes.
Zahlreiche Nachbeben
Laut Panamas geologischem Institut folgten mehr als ein Dutzend Nachbeben, davon eines mit einer Stärke über 6,0. Für den östlichen Pazifik wurde zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben, sie wurde später aber wieder aufgehoben.
Auch in Panama-Stadt waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. In Onlinenetzwerken zirkulierte ein Video, das zeigt, wie von einem Pool auf dem Dach eines mehr als 20 Stockwerke hohen Hochhauses Wasser schwappte. In einem anderen Video war zu sehen, wie eine Brücke über dem Panama-Kanal heftig wackelte, während Fahrzeuge darüber fuhren.
Papst Leo XIV. hat die Todesstrafe als unzulässig bezeichnet. Sie verletze die Unantastbarkeit und Würde des Menschen, schrieb das Kirchenoberhaupt am Samstag anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe auf der Plattform X.
„Das Gemeinwohl kann geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit kann Genüge getan werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen“, so der Papst.
Es seien wirksame Haftsysteme entwickelt worden, die die Bürgerinnen und Bürger schützten und den Verurteilten zugleich die Möglichkeit zur Umkehr nicht vollständig nähmen. Seine Botschaft versah Leo XIV. mit dem Hashtag „#NoDeathPenalty“.
Die römisch-katholische Kirche stellt sich schon seit Längerem gegen die Todesstrafe, unter anderem ist die Ablehnung in dem federführend vom früheren Wiener Erzbischof Christoph Schönborn ausgearbeiteten Katechismus festgelegt.
Debatte in den USA
In den USA, dem Heimatland von Leo XIV., wird seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung der Todeskandidatin Christa Pike wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. Für Aufsehen sorgte zudem die Ankündigung von Pentagon-Chef Pete Hegseth, die für Dezember geplante Hinrichtung eines wegen eines Anschlags auf einem Armeestützpunkt zum Tode verurteilten Ex-Armeepsychiaters per Livestream zu übertragen.
„Ragebait“ ist das deutsche Jugendwort des Jahres 2026. Der Begriff für absichtlich provokant bzw. falsch gestaltete Onlineinhalte landete bei einer Abstimmung auf dem ersten Platz vor „Peak“ und „Crashout“, wie der Verlag Pons Langenscheidt heute mitteilte.
„Ragebait“ erhielt 36,5 Prozent der Stimmen unter den jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Onlineabstimmung, „Peak“ erhielt 33,8 Prozent und „Crashout“ erreichte 29,7 Prozent der Stimmen.
Mit „Ragebait“ sind laut Langenscheidt-Verlag Inhalte gemeint, die in sozialen Netzwerken absichtlich Zorn bzw. Empörung auslösen sollen. Häufig seien das Falschmeldungen und abstruse Meinungen, die einen Schwall von Likes und Kommentaren provozieren und eine hohe Reichweite erzielen. Wenn etwas „Peak“ sei, sei es das Beste vom Besten. Einen „Crashout“ habe, wer vollkommen die Fassung verliere.
2025 gewann „das crazy“
Die Bekanntgabe fand im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt. „Ragebait“ folgte auf „das crazy“, das im vergangenen Jahr Jugendwort des Jahres geworden war. „Das crazy“ wird verwendet, wenn jemand nicht weiß, was er sagen soll, keine Lust hat zu antworten oder einfach höflich bleiben will, um das Gespräch am Laufen zu halten. Es ist vergleichbar mit „okay“ und „aha, cool“.
Nicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.