Ukraine: Tote nach russischen Angriffen in Saporischschja
Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine laut Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden.
Russland habe fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute in sozialen Netzwerken.
Unter den Toten seien drei Minderjährige, 14 Menschen seien verletzt. Die Angriffe erfolgten, während in den USA neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, Kiews und Europas über ein Ende des Ukraine-Krieges laufen. Insgesamt seien in der Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden.
Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der NASA-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet.
Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb auf Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demzufolge ärztliche Hilfe.
Moskau: Über 500 Drohnen abgewehrt
In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden. Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Halbinsel Krim abgewehrt zu haben.
Witkoff: „Konstruktive“ Gespräche
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete unterdessen die Gespräche in den USA mit den ukrainischen Unterhändlern über eine Beendigung des Ukraine-Krieges als „konstruktiv“.
Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um „kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter“ in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff im Onlinedienst X. Auch Sicherheitsgarantien und „langfristige Vorkehrungen für die Sicherheit der Ukraine und Europas“ seien Thema gewesen.