Vor zwei/drei Wochen bin ich zufällig über brickomattic.com gestolpert (warum hat mir bisher niemand davon erzählt) und hab nicht widerstehen können!
Und nachdem ich (nach gefühlten Wochen) die bestellten Teile zusammen und das WordPress-Logo fertig gebaut hatte kam mir eine noch viel großartigere Idee!!!
Was soll ich sagen… 😅 (aber im Ernst, gar nicht so schlecht für den ersten Versuch, oder?)
Ich weiß zwar nicht warum, aber falls jemand das notiz.Blog-Logo nachbauen möchte…
Ich habe gerade alle XML Formate die ich in WordPress finden konnte, mit XSLT aufgehübscht und jetzt beschließen Google & Co. ernsthaft den Support einzustellen!?!?
Aber bevor ich weiter „rante“, hier ein kurzer Einschub was XSLT überhaupt ist: Mit XSLT lassen sich XML-Dateien in andere Formate umwandeln, zum Beispiel HTML. Man verlinkt dazu ein Stylesheet in der XML-Datei und der Browser übernimmt die Umwandlung. So wird aus einem RSS-Feed eine lesbare Webseite. Ohne JavaScript und ohne dass man dafür auf dem Server etwas installieren muss.
Für den Feed-Reader ändert sich dabei nichts. Der bekommt weiterhin die XML-Datei. Wenn ihr den Feed im Browser öffnet, seht ihr dagegen Beiträge, Links und eine Erklärung wie ihr ihn abonnieren könnt.
Bei OPML finde ich das besonders praktisch: Ihr klickt auf den Link und bekommt eine Liste von Blogs durch die ihr stöbern könnt. Die gleiche URL könnt ihr in euren Feed-Reader importieren. Man muss nicht einmal wissen was OPML ist um etwas damit anfangen zu können.
@ix hat auch gerade nochmal über seine Basteleien geschrieben. Er hübscht seine OPML-Dateien auch mit XSLT auf und inzwischen auch seine RSS-Feeds.
Die generelle Idee hinter XSLT erinnert mich sehr an den Microformats-Grundsatz:
Bei Microformats ergänzt man das HTML einer Webseite so, dass auch Software etwas damit anfangen kann. Das gleiche HTML für Menschen und Maschinen. Bestehendes sinnvoll erweitern, mit dem arbeiten was schon da ist.
XSLT macht im Prinzip das Gleiche, nur aus der anderen Richtung:
Designed for machines first and humans second
Die XML-Dateien bleiben für Maschinen lesbar. Mit einem Stylesheet können aber auch Menschen etwas damit anfangen.
RSS und OPML sind ein wesentlicher Bestandteil des Open Webs. Wir verlinken sie an so vielen Stellen, weil wir wollen dass Besucher es einfach haben den Blog zu abonnieren oder weil wir ihnen neue Links vorschlagen wollen. Was sie in Zukunft sehen werden ist reines XML. Keine Möglichkeit irgendetwas zu erklären oder auf das Wesentliche aufmerksam zu machen! Nur XML!
Leider ist das auch keine rein theoretische Diskussion mehr. Stand 5. Oktober 2026:
Chrome: XSLT ist bereits deprecated. Die Abschaltung ist für Chrome 158 am 17. November 2026 geplant. Befristete Ausnahmen für registrierte Websites und verwaltete Browser sollen am 17. August 2027 enden. Betroffen sind sowohl die Verknüpfung mit einem XSLT-Stylesheet als auch die JavaScript-API XSLTProcessor. Zeitplan von Chrome
Firefox: Mozilla hat die Abschaltung für August 2027 angekündigt. Intent to Unship
Safari/WebKit: WebKit unterstützt die Entfernung grundsätzlich, formuliert seine Zustimmung aber vorsichtig. Einen verbindlichen Abschalttermin habe ich in den geprüften Quellen nicht gefunden. WebKits Stellungnahme
RSS, Atom und OPML funktionieren natürlich weiter. Entfernt wird die XSLT-Verarbeitung im Browser. Der Reader kann meinen Feed also weiterhin lesen, aber wer auf den Link klickt bekommt die XML-Ansicht.
Die Begründung der Browserentwickler sind Sicherheitslücken, Wartungsaufwand und geringe Nutzung. Das sind alles nachvollziehbare Argumente. Trotzdem finde ich den Verweis auf JavaScript und moderne Frameworks als Ersatz unbefriedigend. Ich hab eine XML-Datei und ein Stylesheet. Für das was ich damit machen will hat das bisher gereicht!
Was können wir stattdessen machen?
XSLT mit JavaScript nachrüsten. Es gibt einen Polyfill mit WebAssembly, den man direkt in die XML-Datei einbindet. Der Browser führt damit das Stylesheet aus, der Reader bekommt weiterhin XML. Das könnte die bisherige Darstellung unter der gleichen URL erhalten. Allerdings dokumentiert das Projekt Unterschiede zur eingebauten XSLT-Verarbeitung, etwa beim Nachladen weiterer Dateien. Ob es mit meinen Stylesheets und den Readern funktioniert müsste ich ausprobieren.
XML mit CSS gestalten.Das bleibt möglich. Die gleiche XML-Datei lässt sich damit im Browser lesbar darstellen, für Reader ändert sich nichts. CSS kann aber nicht alles was XSLT kann: Aus einer URL in einer OPML-Datei wird dadurch noch kein anklickbarer HTML-Link. Für eine einfache Ansicht kann es trotzdem reichen.
HTML und XML unter der gleichen URL ausliefern. Mit Content Negotiation könnte der Server anhand des Accept-Headers entscheiden welche Version er zurückgibt. Nur für die HTML-Version würde ich XSLT auf dem Server ausführen, Reader müssten weiterhin das ursprüngliche XML bekommen. Eine zusätzliche öffentliche URL braucht es dafür nicht. Der Haken: Browser und Reader lassen sich über den Header nicht zuverlässig auseinanderhalten. Das müsste ich mit verschiedenen Readern testen. Caches brauchen außerdem Vary: Accept damit sie die Versionen nicht verwechseln.
Ganz ehrlich? Das ist alles 💩 und keine wirkliche Alternative!
Meine ganze Motivation, an WordPress und dem Open Web zu arbeiten, ist eine sehr selbstsüchtige: Ich liebe es, an meiner Seite herumzubasteln und ins Internet zu schreiben. Leider vergesse ich das von Zeit zu Zeit, und dann wird es sehr ruhig hier… Gerade ist das anders!
Ich habe meine About-Seite überarbeitet, meine Now-Seite aktualisiert, ein Changelog angelegt und wieder generell Lust zu schreiben! Ich hab ein Dutzend neue Plugins gebaut und mein Autonomie Theme auf „Full Site Editing“ umgestellt (naja, vielleicht noch nicht ganz umgestellt).
Ich weiß nicht so genau, warum gerade jetzt, aber vielleicht hab ich mich von @simon mitreißen lassen ☺️
Simon tingelt gerade durch die Lande und teilt seine Motivation, eine eigene Webseite zu haben und daran herum zu werkeln! Wer noch keine Chance hatte, den Vortrag live zu sehen, sollte sich unbedingt das Video anschauen!
Das Fazit für mich bei dem Ganzen ist so ein bisschen, meine Website kann klein sein und irgendwie menscheln. Und sie ist dann erfolgreich, wenn ich das sage. Es gibt exakt keine einzige Metrik, die mich überhaupt interessieren könnte, außer der Spaß, den ich daran habe, dieses Ding zu bauen. Und die Verbindung, die ich dabei mit anderen Leuten an den Start bringe.
Eigentlich ist es ein bisschen wie das Ei des Kolumbus: Sobald man es einmal gehört hat, macht es total Sinn. Trotzdem vergesse ich es leider immer mal wieder!
Deshalb ist es wichtig, sich das immer wieder klarzumachen… mal schauen, wie lange es diesmal anhält.
Und jetzt bin ich aktives und zahlendes Mitglied bei Rivva und beteilige mich am Starter-Packs Projekt!
Ich bin da wohl aus Versehen in was Großartiges reingerutscht 😉
Das Plugin selbst stellt eigentlich nur einen Block bereit. Man kann eine Blogroll in jeden Beitrag oder auf jede Seite packen, auch mehrmals, wenn man z.B. Blogs und Podcasts trennen will. Oder man verteilt die Blogrolls auf mehrere Seiten. Jede Blogroll hat dabei ihre eigene OPML.
Beim Hinzufügen reicht die URL. Name, Beschreibung, Icon und Feed holt sich das Plugin selbst, man kann aber alles noch anpassen. Es gibt keine Settings, alle Änderungen nimmt man direkt im Block vor.
Das Plugin gibt es auf WordPress.org und GitHub. Ich freue mich über Feedback, Ideen und Pull Requests!
(Das Plugin hieß ursprünglich übrigens „Blockroll“. Ein schlechtes Wortspiel: ein Gutenberg-Block, der eine Blogroll ausgibt. Nachdem in der Rivva-Community die Frage aufkam, was das Ganze mit Blocken zu tun hat, heißt es auf WordPress.org jetzt „Blogroll & Podroll Block“. Den Slug blockroll hab ich aber behalten, das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen 😉)
((@simon bastelt außerdem schon an einem Logo für das Plugin (bzw. er lässt basteln)… mehr dazu bald))
Vor ein paar Wochen hat Thomas Riedel mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte bei seiner virtuellen Blogger-Konferenz mit zu machen und etwas über „Blogs im Fediverse“ zu erzählen bzw. Rede und Antwort zu stehen.
In diesem Meetup geht es um Social Media in Verbindung mit Blogs, und zwar im Besonderen um das Fediverse. Matthias Pfefferle entwickelt das Fediverse-Plugin für WordPress schlechthin: ActivityPub. Was das Fediverse ist, warum man das haben will als Blogger:in und wie man das installiert und einrichtet, das erklärt uns Matthias in dieser Ausgabe.
Damit alleine hat er mich schon überzeugt – und als ich dann das finale Line-up gesehen habe, erst recht… Es liest sich wie das Who’s Who der deutschen Bloggerszene! 🙂
Im November 2023 fragten mich @florian und @simon, ob ich Zeit und Lust hätte, ein Kapitel über das IndieWeb zu ihrem Buchprojekt beizusteuern.
Und da spätestens seit dem Studium der Plan, ein Buch zu schreiben, auf meiner „Big 5 for Life“-Liste steht, habe ich ohne groß darüber nachzudenken zugesagt.
Ich hatte 2007 so viel Spaß und Motivation beim Bloggen. Dazu kamen die Arbeit an meiner Bachelor-Thesis und ein paar Jahre später mein erster Artikel sowie eine fortlaufende Kolumne in einem Print-Magazin, dass ich mir gut vorstellen konnte, auch mal ein Buch zu schreiben. Zu der Zeit hatte ich auch bereits Kontakt zu Galileo Press (heute Rheinwerk-Verlag), die mich wegen eines Buchprojekts angefragt hatten. Damals standen die Themen „Web Accessibility“, „jQuery“ und „WordPress (evtl.)“ zur Debatte. Microformats, mein damaliges Steckenpferd, wurden leider als „nicht unbedingt […] „ergiebig“ genug“ für ein Buchthema angesehen. 🙂
Jetzt, nachdem ich die 30 Seiten für das Kapitel über „IndieWeb und Fediverse“ geschrieben habe, bin ich froh, klein angefangen zu haben. Ich habe unterschätzt, wie viel Arbeit das ist, aber auch gemerkt, wie viel Spaß es macht! Außerdem war es die perfekte Themenkombination!
Ich hoffe, dass Flo und Simon (und der Rheinwerk-Verlag) mich vielleicht auch eine Überarbeitung für das WordPress-7-Buch (und 8, 9, 10, …) schreiben lassen. Und wer weiß – vielleicht klappt es ja irgendwann doch noch mit einem ganzen Buch. 😉
Vielen Dank nochmal für die Chance, zumindest ein „bisschen Buch“ schreiben zu können!
Wir starten Ende Februar eine neue kleine Veranstaltungsreihe: den KrautPress Website Club. Gemeinsam mit Matthias Pfefferle werden wir uns einmal im Monat treffen und ganz im Sinne des WordPress-Mottos „democratize publishing“ zusammen über persönliche Websites sprechen.
…und fand die perfekten Worte um mich zu umgarnen 🫶:
Matthias ist im deutschsprachigen Raum, aber vor allem in der WordPress-Welt, eine der Instanzen zum Thema IndieWeb. Mit ihm über kleine Ideen für Websites zu sprechen oder einen unerwarteten Deepdive zu Themen wie Webfinger, .well-known oder Webmentions zu machen, motiviert mich persönlich immer an meinem eigenen Blog zu arbeiten.
Also veranstalten wir am 26. Februar von 17:30-18:30 einen virtuellen KrautPress Website Club (in Anlehnung an den Homebrew Website Club) in dem wir an Simons, eurer und meiner Webseite basteln. Es wird um die Themen Social Web im Allgemeinen und dem IndieWeb und dem Fediverse im Speziellen gehen. Wir werden nicht über SEO oder Web-Shops sprechen 😉
Homebrew Website Club is a growing world-wide network of meetups for everyone who wants to take back their web experience from social media silos, and own their online identities & content, or just want support with blogging!
Knapp 17 Jahre nach der ersten und fast 14 Jahre nach der letzten Episode des OpenWebPodcasts darf ich wieder mit Gästen über das Fediverse, das IndieWeb, das OpenWeb im Allgemeinen und diesmal speziell (aber nicht zwingend) im Kontext von WordPress sprechen.
Same Same But Different: Der Titel ist erschreckend ähnlich (obwohl ich damit nichts zu tun hatte und Bob den OpenWebPodcast nicht einmal kannte), die Themen sind auch gleich (ich bin leider inselbegabt) mit dem neuen Fokus auf WordPress und auch bei den Gästen wird es vielleicht Überschneidungen geben.
Was wirklich neu ist: Der Podcast ist auf Englisch – und genau davor hatte/habe ich bisher den größten Respekt.
Die erste Episode ist schon „im Kasten“ und sollte in den nächsten zwei Wochen live gehen (ich glaube es wird sogar ein Video geben).
Ein riesiges Dankeschön vor allem an @alex, dass er als mein erster Gast das Versuchskaninchen gespielt hat ☺️
(wobei ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob ich das vorher wirklich erwähnt hatte… 🤔)
Es ist auf jeden Fall eine großartige Folge, in der wir über die noch großartigeren (WordPress-)Projekte von Alex sprechen.
Danke auch nochmal an Bob (@BobWP), dass er dem fediverse einen festen Platz in seinem Podcast eingeräumt hat!
Ihr könnt DoTheWoo übrigens auch über ActivityPub auf Mastodon oder jeder anderen fediverse Plattform eurer Wahl abonnieren! Folgt einfach @dothewoo.io@dothewoo.io oder klickt @dothewoo.io@dothewoo.io
Den Social Web Devroom als Main-Track mit diversen längeren und kürzeren Vorträgen rund um das Thema Fediverse. Besonders spannend fand ich die Beiträge der beiden „Long-Former“-Kollegen @matt und @johnonolan, da die Implementierungen in WriteFreely und Ghost, der von WordPress am nächsten kommen.
Das Social Web BOF („Birds of a Feather“) bot eine Stunde voller kurzer (10-minütiger) Vorträge. Ich hatte mir zwar etwas anderes darunter vorgestellt, aber auch diese Präsentationen waren unterhaltsam und interessant.
Bei den Social Web After Hours im HSBXL Hackerspace hatte ich die Gelegenheit, meinen Vortrag über WordPress zu halten – worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe. Aber ehrlich gesagt, hätte es mir auch gereicht, die Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen und ein Bier zu trinken. 😉
Es war überwältigend, so viele Menschen zu treffen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen. Ich habe nicht oft die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln, und habe die kurze Zeit daher umso mehr genossen!
Weil die meisten Fediverse-Events hauptsächlich in den USA stattfinden, konnte ich viele, deren Wirken im Open Web ich schon lange online verfolge, zum ersten Mal persönlich treffen!
Die meiste Zeit hab ich mich gefühlt wie ein kleiner Junge, der das erste Mal mit den großen und coolen Kids spielen darf 😍!
Balsam für meine Nerd-Seele!
Ich werde mich hüten, hier jetzt Namen aufzuzählen – aus Angst, jemanden zu vergessen.
Ich glaube nicht, dass die FOSDEM selbst die richtige Konferenz für mich ist, aber mit den (Sub-)Events rund um das Fediverse, würde ich das nächste Jahr definitiv wieder kommen!
(Die Folien meiner Präsentation findet ihr übrigens hier)